Tagung der deutschen Sektion der ET

Martyria: Den Glauben bezeugen in der Welt von heute

11. – 12. September 2014 in Magdeburg

Mit der Martyria rückt eine komplexe Problematik ins Zentrum des Gesprächsprozesses, in der Gottesfrage, Glaubens- und Kirchenkrise sich berühren: Wie kann in der Gegenwart unter den Bedingungen der Religionsfreiheit, des säkularen Pluralismus und eines „Zeitalters der Authentizität“ (Taylor) der Glaube bezeugt und weitergegeben werden? Wie kann dieses Zeugnis in seiner Schwäche und Brüchigkeit zum Ort werden, wo Gottes Kraft und Wahrheit erfahrbar sind (1 Kor 2)?

Die Verkündigung des Evangeliums scheint den letzten institutionellen Schutz der konstantinischen Ära zu verlassen und ist Räumen ausgesetzt, in denen kirchliches Zeugnis nur durch die Krise der Sprachlosigkeit hindurch und in Fühlung mit den Brüchen des Lebens neu Relevanz und Prägnanz gewinnen kann. An die Stelle erfolgreicher Strategien der Glaubensweitergabe tritt das Risiko, authentisch, suchend und im Dialog mit dem eigenen Glauben zu scheitern – und vielleicht nur in dieser Schwachheit die Kraft des Evangeliums neu zu finden.

Die Vorträge reflektieren diese Herausforderungen unter unterschiedlichen Aspekten: der sozialgeschichtliche Verlust einer lebensweltlichen und biografischen Einbettung des Glaubens, der Dialektik von dialogischer Öffnung und identifizierbarem Bekenntnis, den Bewährungsorten Religionsunterricht und Mediengesellschaft, der Option für eine evangelisierende Kirche der Armen, der Predigt als einem Raumgeben für die Kraft des Gotteswortes.

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